Wir haben das Klettergebiet zufällig im Internet entdeckt, und da es ein schöner April Tag war wollten wir uns die Location einfach mal anschauen. Natürlich blieb es nicht beim schauen, erste Züge gemacht, erste kleine Stürze riskiert. AUA!!!
Der Entschluss war schnell gefallen, ohne Crashpad geht hier nicht mehr, also musste einfach eines her.
Update 07.05.2009:
Dank dieses super Schnäppchens Black Diamond Drop Zone Crashpad's von unter 100€ bei Bergfreunde.de waren wir nun bestens gerüstet für einen weiteren Bouldertag.
Infos und Topos findet ihr hier: http://www.strassnig.at/start.php?url=klettern_voitsberg_unterwald.html
Die Location selbst ist wirklich einmalig, das Sturzgelände ganz ok, nach einem Regen ist es leider ziemlich lange Nass, wenn man ein paar Griffe weg lässt kann man echt hart Bouldern, aber der Felsen ist echt scharf und tut richtig weh.
Wir haben uns ganz spontan dazu entschlossen, mal etwas neues Auszuprobieren und da kam uns die Eis Attack gerade recht. Ohne viel Aufwand in eine unbekannte Sportart hinein zu Schnuppern ist einfach eine super Sache. Gegen einen kleinen Unkostenbeitrag, konnten wir uns den ganzen Tag unter der Anleitung von professionellen Bergführern im Eisklettern versuchen. Uns Tipps und Tricks holen und gleichzeitig auch noch das neueste Material am Markt testen.
Es war eine echt cool Veranstaltung mit unterschiedlich schweren Routen, also auch für den erfahren Eiskletterer eine Herausforderung. Die Bergführer waren super freundlich und hilfsbereit, auch wenn es nicht beim ersten mal klappte.
Ich hatte mir Eisklettern viel leichter vorgestellt als normales Klettern, da ich der Meinung war immer gute Tritte und Griffe dank Eisgeräten und Steigeisen zur Verfügung zu haben. Allerdings wurde ich sehr schnell vom Gegenteil überzeugt. Es war wirklich sehr sehr Anstrengend, schon nach kurzer Zeit hatte ich extrem gepumpte Unterarme und bei jedem Schlag angst das mir die Eisgeräte aus den Händen fallen würden.
Wir sind durch diese Topo auf das Gebiet aufmerksam geworden, und hatten geplant im oberen Wandteil einige leichte Routen zu klettern. Allerdings haben wir die Routen leider nicht gefunden, alle Wegpunkte stimmen, aber die Routen 33-43 konnten wir nicht ausmachen.
Es ist ziemlich Gras verwachsen und flach im obersten Teil, wir konnten keine Sicherungen finden, schade....
Also haben wir weiter unten die Routen 16(6) und 17(6+) versucht, der Zug zum Top in der 6+ war allerdings echt schwer und für uns nicht zu meistern.
Sehr gemischtes Fazit, ich glaube das das eigentlich ein schöner Klettergarten ist aber wir waren wohl zur falschen Zeit am falschen Ort. Im unteren Wandteil dürften wirklich schöne Routen sein, allerdings waren die leider alle schon besetzt.
Als wir vom Ghf. Bodenbauer aufbrachen war die gesamte Landschaft noch in Nebel gehüllt. Die Tour beginnt gemütlich wird dann aber sehr schnell steiler und anstrengender. Am Anfang waren wir ein wenig verunsichert, als sich immer höhere Felswände vor uns auftaten, aber man folgt ständig einem sehr bequemen breiten Weg.
Erst kurz vor dem Einstieg ins G'Hacktkg, kamen wir vom Schatten in die Sonne, was einen Temperaturanstieg von gut 15° mit sich brachte. Wir legten das überflüssiges Gewand ab und setzten unseren Aufstieg fort. Die vielen Wolken im Süden ließen uns immer wieder besorgt zum Himmel blicken, aber zum Glück blieben sie auf Distanz.